30 März 2022

8. April 1766 Hochzeit Herzog Albert und Marie Christine

Die Adoptiveltern von Erzherzog Carl - Erzherzogin Marie Christine, Lieblingstochter Maria Theresias und Albert Kasimir von Sachsen-Teschen - heirateten am 8. April 1766 in der Kapelle von Schloss Hof.
Warum fand dieses Hochzeitsfest nicht in Wien statt?
Prinz Albert von Sachsen sah Maria Christina 1764 zunächst im Frühling in Wien und später in Preßburg und fühlte sich stark zu ihr hingezogen. Die Zuneigung beruhte auf Gegenseitigkeit.
Da Kaiser Franz I. Stephan seine Tochter mit einem anderen Mann verheiraten wollte, wirkte Maria Theresia darauf hin, dass Maria Christina das Verhältnis zu Albert geheim halten und vorsichtig abwartend auftreten solle.
Im Juli 1765 erfolgten Reise der Kaiserfamilie nach Innsbruck, um dort die Hochzeit des späteren Kaisers Leopold II. mit Maria Ludovica von Spanien (die leiblichen Eltern des Erzherzogs Carl) zu
begehen
.
Nach der Hochzeit Leopolds starb Franz I. Stephan plötzlich am 18. August 1765 und der Tod des Kaisers löste bei seinen Familienangehörigen tiefe Trauer aus, auch bei Maria Christina, deren Ehepläne aber nun auf keine Hindernisse mehr stießen. 
Aufgrund der normalerweise ein Jahr währenden Hoftrauer wegen des Ablebens des Kaisers war jedoch bei der Verwirklichung der Eheschließung respektvolle Zurückhaltung angesagt.

Am 2. April 1766 fand die Verlobung statt, am folgenden 8. April die Trauung in der Kapelle von Schloss Hof, dem Witwensitz Maria Theresias.
B
ei dieser Hochzeitszeremonie trug Maria Christina ein weißes, perlenbesetztes Mousseline-Kleid und Albert eine Uniform, wohingegen die übrigen Gäste aufgrund der fortwährenden Hoftrauer schwarz gekleidet waren.
Maria Christina schenkte im Mai 1767 einer Tochter namens Christina das Leben, jedoch starb diese einen Tag nach der Geburt.
Das Kindbettfieber befiel Maria Christina, während Albert Mitte Juni 1767 die Blattern bekam; beide Eheleute genasen aber wieder.
Da Maria Christina aufgrund der schwierigen Entbindung keine weiteren Kinder gebären konnte, überredete sie 1790 ihren Bruder, Kaiser Leopold II., ihr seinen Sohn,
Erzherzog Carl, zur Adoption zu überlassen, um einen Erben zu haben. 

17 Februar 2022

10. Februar - 200. Todestag von Herzog Albert

Herzog Albert von Sachsen-Teschen (1738–1822) stieg am Wiener Hof vom Offizier zum Ehemann von Erzherzogin Marie Christine (1742–1798), der Lieblingstochter von Maria Theresia, auf. 
Er war der Begründer und ist der Namenspatron der Albertina, der größten Graphiksammlung der Welt.

Im April 1766 heiratete er in Schloss Hof Erzherzogin Marie Christine.
Die Ehe war eine der wenigen Liebesheiraten unter den Kindern Maria Theresias und auch eine der glücklichsten. Albert Kasimir wurde aus der Erbmasse seines Schwiegervaters mit Gütern um Teschen (Österreichisch-Schlesien), ausgestattet und nannte sich fortan Herzog von Teschen. Durch geschickte Wirtschaftspolitik und günstige Lage wurde das Gebiet im Zuge der Industrialisierung zu einem der wirtschaftlich erfolgreichsten in der Habsburgermonarchie.
1767 wurde er von Kaiser und Reichstag zum Reichsgeneralfeldmarschall ernannt. 1765 bis 1780 fungierte er als Statthalter von Ungarn in Pressburg mit dem Sommersitz in Schloss Halbturn, anschließend als Generalgouverneur der Österreichischen Niederlande, wo er in Brüssel das Schloss Laeken erbauen ließ. Auch dieses Schloss diente ihm zur Unterbringung seiner Kunstsammlung. 


Die wichtigste Entscheidung neben der Gründung der Albertina war jedoch die Adoption von Erzherzog Karl. Karls Vater Kaiser Leopold II. akzeptierte diese Entscheidung zugunsten seines Sohnes und Karl übersiedelte noch im gleichen Jahre zur weiteren Ausbildung nach Schloss Laeken in den Österreichischen Niederlanden. 

Von den Revolutionskriegen aus Brüssel vertrieben, ließ das Paar sich in Wien nieder, wo das Palais von Emanuel Teles de Silva für ihn umgebaut wurde. 

In diesem Palais befindet sich noch heute die nach ihm benannte Albertina.
Von seiner Kunstsammlung in Brüssel konnte er 1792 nur zwei Drittel nach Wien retten, da eines der drei Transportschiffe bei einem Sturm im Ärmelkanal unterging.

Alberts Ehe blieb kinderlos.
1767 wurde Marie Christine zwar am 16. Mai von einem Mädchen entbunden, das jedoch den folgenden Tag nicht überlebte.
Erzherzogin Marie Christine verstarb am 24. Juni 1798 im Alter von 56 Jahren in Wien. Herzog Albert ließ ihr das erste Monument für eine Frau in der Residenzstadt errichten.
Antonio Canova. Grabdenkmal
für Erzherzogin Marie Christine
In den folgenden 24 Jahren, die Herzog Albert noch blieben, baute er die Albertina aus, organisierte seine Sammlung und verfügte, dass sie als unteilbares und unveräußerbares Gut an die nachfolgenden Herzöge von Teschen fallen würde.


Nach dem Tod von Herzog Albert 1822 wurde Erzherzog Karl, der Feldherr und Sieger von Aspern zum Nachfolger als Statthalter der Österreichischen Niederlande und Erben des Palais und der Sammlungen.

Unter ihm erfolgte ein weiterer Umbau, der vor allem die Innenausstattung betraf.

Nach Erzherzog Karl bewohnten das Gebäude sein Sohn, Feldmarschall Erzherzog Albrecht, nachdem das Palais benannt wurde, und nach dessen Tod sein Neffe Feldmarschall Erzherzog Friedrich.

Im April 1919 wurde das Palais und die Sammlung in das Staatseigentum der Republik Österreich übernommen. Seit 1921 werden das Albrechtspalais und die Kunstsammlung zumeist als Albertina bezeichnet. Im März 1945 wurde das Palais durch Bombenangriffe schwer beschädigt und nach Kriegsende wieder aufgebaut.

Siehe Bericht vom Festakt in der ALBERTINA

 

18 Dezember 2021

Das Weihnachtsfest bei Erzherzog Carl

Die Geschichte des
Christbaums in Österreich beginnt am Weihnachtstag des Jahres 1823 im tief verschneiten Wien.
Erzherzogin Henriette von Weilburg-Nassau, die Gemahlin Erzherzog Carls, plante das erste Weihnachtsfest im Audienzsaal ihres hochherrschaftlichen Wohnpalais, der heutigen Albertina.
Sie beschloss ihren sechs Kindern zuliebe den in Hessen praktizierten protestantischen Brauch des „Grassbaums“ – auch Bescherbaum“ - in Wien fortzuführen.

Zusammen mit Erzherzog Johann versammelte sich die erzherzogliche Familie am Weihnachtsabend zum gemeinsamen Gebet und zum Singen traditioneller Lieder vor dem prächtig geschmückten Weihnachtsbaum.
Als Johann, der Bruder Erzherzog Carls, am Weihnachtsabend anstelle der katholischen Krippe einen strahlenden „Grassbaum“, üppig geschmückt mit Zuckerwerk, Äpfeln und Kerzen, vorfand, beklagte der als wohltätig und sparsam bekannte Habsburger den Prunk und den Überfluss an kostbaren Wachskerzen und Leckereien sowie den Verlust der katholischen Tradition.
Kaiser Franz I. fand jedoch Gefallen an dem Weihnachtsbaum und ließ bereits 1824 auch in der Hofburg eine festlich geschmückte Tanne aufstellen.
Somit war der Christbaum hoffähig geworden und sein Siegeszug durch die österreichische Weihnachtstradition konnte beginnen.

 Interessantes zu diesem Thema findet sich auch auf dem HGM-Wissensblog:

Die Museumsgesellschaft Deutsch-Wagram
wünscht allen Freunden und Besuchern
ein stimmungsvolles Weihnachtsfest und
viel Glück und Gesundheit für das Jahr 2022!

30 November 2021

2. Dezember 1804 - Krönung Napoléons I.

Am 2. Dezember 1804 wurde Napoléon Bonaparte in Anwesenheit von Papst Pius VII. in Notre-Dame de Paris zum Kaiser der Franzosen gekrönt. Kaum 35 Jahre alt, rekonstituierte er das Reich Karls des Großen zu seinem eigenen Vorteil!

Napoléon Bonaparte, welcher Frankreich als Diktator mit dem Titel des Ersten Konsuls regierte, nutzte den wiedergewonnenen Frieden, um seine Macht innen und außen zu festigen. 

Die Bourgeoisie, besorgt über die Gefahr einer royalistischen Restauration, bat ihn, Vererbung in seiner Familie als Garantie gegen die Rückkehr der Bourbonen zu etablieren.

So erklärte der Senat durch den sénatus-consulte vom 28. Jahr XII (18. Mai 1804), dass er die Regierung der Republik "einem Kaiser anvertraute, der den Titel eines Kaisers der Franzosen annahm".

Der neue Kaiser, ein Genie der Propaganda und Inszenierung, gibt sich nicht mit einer Bestätigung seines Titels durch das Volk zufrieden. 

Er wollte eine religiöse Salbung, um sich mit den anderen Kaisern in Einklang zu bringen.

Napoléon  verlangte nicht weniger als eine Krönung durch den Papst selbst – so wie Karl der Große ein Jahrtausend zuvor. 

Dabei wagt Napoleon den Eklat:

In der Pariser Kathedrale Notre Dame entreißt er dem Papst die Krone und krönt sich kurzerhand selbst.

Pius VII., 64 Jahre alt, akzeptiert die Maskerade in der Hoffnung, eine Vereinbarung über das Konkordat zu erhalten. 

Aber trotz der Überwindung geht er wieder mit leeren Händen, ohne etwas von Napoleon bekommen zu haben...

Die Kaiserkrone Napoléons wurde für die Krönung zum Kaiser der Franzosen 1804 angefertigt, außerhalb dieser einen Zeremonie aber nicht getragen

17 November 2021

14. Oktober 1809 Friede von Schönbrunn

Nur 2 Tage nach dem Attentatsversuch auf Napoléon fand - am 14. Oktober 1809 –der Friedensschluss zwischen Napoléon Bonaparte und Franz I. von Österreich auf Schloss Schönbrunn statt. Das Kaisertum Österreich hatte den am 9. April 1809 begonnenen Fünften Koalitionskrieg gegen Frankreich verloren.


Die in 18 Artikeln des Friedensvertrages festgelegten Gebietsverluste für Österreich waren enorm:
Österreich musste die 1805 erfolgte Abtretung von Tirol und Vorarlberg an Bayern bestätigen (den Aufständischen wurde Amnestie zugesichert), Salzburg mit Berchtesgaden, das Innviertel und einen Teil des Hausruckviertels an Bayern, Westkärnten, Krain, Kroatien südlich der Save, Görz, Triest, Fiume und Dalmatien an Frankreich (dieses bildete daraus die "Illyrischen Provinzen"), Ostgalizien an Russland und Westgalizien mit Krakau an das Großherzogtum Warschau (König von Sachsen) abtreten. 
Weiters musste Österreich die
Kontinentalsperre anerkennen.
Insgesamt hatte Österreich rund 100.000 km² mit etwa 3.500.000 Einwohnern abzutreten.
Die Habsburgermonarchie verlor damit den Zugang zur Adria,
musste als Kriegsentschädigung 85 Millionen Francs zahlen und
das Heer auf eine Stärke von 150.000 Mann reduzieren.

Die noch kämpfenden Tiroler (die sich in ihrem Kampf auf die Solidarität Franz' I. verlassen hatten) durften nicht mehr unterstützt werden.
Am 21. Oktober 1809 ging ein letzter Kampf am Bergisel
verloren und
Andreas Hofer wurde am 20. Februar 1810 in Mantua erschossen.

Folgen des mit dem Friedensschluss verbundenen außenpolitischen Kurswechsels durch Metternich waren die Ehe Napoléons mit der österreichischen Kaisertochter Marie-Louise und ein Militärbündnis, das Österreich dazu zwang, am Russlandfeldzug 1812 teilzunehmen.

 

11 Oktober 2021

Attentatsversuch auf Napoleon Bonaparte

Am 12. Oktober 1809 gab es einen Versuch, Napoleon zu ermorden. Nach der Schlacht von Wagram und wenige Tage nach der Unterzeichnung des Vertrages von Schönbrunn wandte sich ein 18-jähriger deutscher Patriot namens Friedrich Stapps  (auch Stapß bzw. Staps)  während einer Armeeüberprüfung an Napoleon und versuchte, den Kaiser zu erstechen.
Stapps war der Sohn eines lutherischen Pfarrers und erlernte den Beruf eines Kaufmanns.
Der streng religiös erzogene junge Mann sah in der Besatzung Napoleons den alleinigen Grund für die Not in Deutschland und wurde dessen erbitterter Gegner. So fasste er den Plan, den französischen Kaiser zu töten.
Er reiste mit geliehenem Geld nach Wien und nimmt in

Wien Leopoldstadt Quartier. Er macht sich auf den Weg nach Schloss Schönbrunn und am 12. Oktober 1809 - bei der Siegesparade aus Anlass der Schlacht bei Wagram tritt der Naumburger als Bittsteller an Napoleon heran - in der Hand ein in Papier eingeschlagenes scharfes Messer.
Bis auf zwei Schritte steht er bereits vor Napoleon!
Nur Marshall Louis Alexandre Berthier kann Friedrich Staps zurückhalten und übergibt ihn nach der Festnahme General Rapp. Der lässt ihn zu Wachstube bringen und visitieren. Außer ein paar unbedeutenden Papieren und einem Bild von einer Frau, fand man einen Dolch. General Rapp soll ihn verhören. Er werde niemanden Antwort stehen, außer dem Kaiser selbst, soll Staps gesagt haben. Napoleon ließ ihn also vorführen, umgeben von mehreren Generälen und seiner Entourage.

Aus dem Protokoll zum Ablauf des Attentates und dem Verhör:

"Der Gefangene mass den Kayser mit den Augen von der Scheitel bis zur Fusszeh und sagte ihm mit der kältesten Unerschrockenheit, dass er ihn habe ermorden wollen; das er ihn ihn schon zweymal in dieser Absicht mit einem Degenstock zur Parade gekommen sey und ihn auf der Treppe erwartet habe, wo er gewöhnlich herab zu kommen pflege; indessen habe diese Waffe ihm unbequem geschienen und er deshalb mit einem Dolche sich versehen; zum Unglück sey Napoleon gerade an diesem Freytage, wider seine Gewohnheit, auf der andern Seite der gebrochenen Treppe herab gestiegen, so habe der Gefangene seine Absicht verfehlt und sich unter das Volk mischen müssen, wo er denn entdeckt und verhaftet worden sey."

 Auf die Frage des Kaisers „Wenn ich Sie nun begnadige, wie werden Sie mir es danken? antwortete Stapps mit den jede Gnade ausschließenden Worten:Ich werde darum nicht minder Sie töten.“
Das Kriegsgericht verurteilt Friedrich Stapps zum Tode.

Am 16. Oktober 1809, früh um 7 Uhr führen Gendarmen den Jungen zur Hinrichtung; am Hinrichtungsplatz soll er noch gerufen haben: „Es lebe die Freiheit! Es lebe Deutschland! Tod seinen Tyrannen!“ Der zweite Feuerstoß des Erschießungskommandos der württembergischen Infanterie trifft ihn tödlich.
Napoleon, der an eine Einzeltäterschaft nicht glauben mochte, sondern zunächst eine Verschwörung der Illuminaten, dann „Umtriebe in Berlin und Weimar“ vermutete, wies seinen Polizeiminister Joseph Fouché an, die Sache geheim zu halten.

Erst 1831 erhielt der Vater des Attentäters eine amtliche Bestätigung über den Tod seines Sohnes. 
   Siehe auch -->  
Der Attentäter - Friedrich Staps - YouTube

Das Messer aus dem Besitz der königlichen Familie von Monaco, wurde zwischen 1895 und 1920 von Ludwig II., dem Großvater von Prinz Albert, erworben und 2014 in Fontainebleau am Stadtrand von Paris mit anderen Souvenirs von Napoleon versteigert. Die Mittel aus dem Verkauf dienten der Sanierung des Palais de Monaco.
Der Schätzwert des Messers betrug etwa 15.000 US-Dollar

27 September 2021

Lange Nacht der Museen, 2. Oktober - 18:00 - 01:00 Uhr

Auch heuer präsentieren wir unser Museum
im Rahmen der
Langen Nacht der Museen.

Traditionsregiment Infanterie Nr. 3 Erzherzog Carl
Feldlager und Vorführungen
Die Grenadiere bringen historisches Flair in den Museumsgarten,
zeigen ein kleines Feldlager und präsentieren den Wandel
der Uniformierung in der 1. Hälfte des 19. Jhdt.
Der Kaiser und die Schlacht bei Wagram
Der Museumshistoriker Mag. Michael Wenzel erläutert die Rolle
von Kaiser Franz I. im Jahr 1809 und bei der Schlacht bei Wagram.
Museumsführungen
Wir zeigen auch unsere Neuerwerbungen:
- Das Diorama Lobau Brücke
- GemäldeZusammentreffen von GM Wimpffen mit Marschall Berthier in Znaim
   aus dem Besitz der Familie Wimpffen
Videowall - archäologische Ausgrabungen am Schlachtfeld Marchfeld
Artistik und Jonglage mit Benny Blue
Der junge Artist Benny Blue zeigt seine außergewöhnlichen
Fähigkeiten mit dem Diabolo und atemberaubende
Ball Jonglage auf hohem Niveau.

Hier der Zeitplan

19 September 2021

Generalversammlung 2021 der Museumsgesellschaft

Am 17. September lud die Deutsch-Wagramer Museumsgesellschaft zur Generalversammlung ins Restaurant „Seinerzeit“. Es wurde über die wichtigsten Geschehnisse der letzten Jahre kurz berichtet. (z.B. Historische Tage, Gedenkgottesdienst, Kinderferienaktion, Ankauf lebensechter Napoleon, Veranstaltungen, Multimedia Wand der ASFINAG, neues Diorama über die Donauquerung, Inventarisierung, Internet-Aufritte etc.). Der Schatzmeister informierte über die finanzielle Situation der Museumsgesellschaft und die Rechnungsprüfer stellten die Richtigkeit der Buchführung fest und lobten ausdrücklich die exzellente Buchführung.

Im Rahmen der Generalversammlung wurden zahlreiche Mitglieder der Museumsgesellschaft für ihre langjährige Mitgliedschaft (20 bis 34 Jahre) geehrt und die langjährigen Vorstandsmitglieder Gertrude Zipko, Christine Allmayer und Renate Forsthuber wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Im Anschluss daran folgten die Grußworte von Bürgermeister Fritz Quirgst, der auch die Wahl durchführte. Einstimmig gewählt wurden: Präsident Viktor Jirku, Vizepräsident Rupert Derbic, Vizepräsident Mag. Franz Spehn, Schriftführer Mag. Michael Wenzel, Schriftführer Stellvertr. Mag. Helga Szivatz, Schatzmeister Rudolf Rossak, Schatzmeister Stellvertr. Robert Moser, Webmaster Ing. Werner Ertl, die Vorstandsmitglieder: Heinrich Friess, Mag.(FH) Matthias Lawugger, Brigitte Rossak, Norbert Haidvogel, Wolfgang Lachnit, Susanne Predl und als Rechnungsprüfer: DI Dr. Bettina Bergauer, Herbert Weiss und Eva Ewald. Der Abend klang noch sehr gemütlich bei Speis und Trank aus.

10 September 2021

Geocaching-Projekt „Schlacht bei Wagram"

Seit einigen Tagen gibt es die Möglichkeit - im Zuge eines sogenannten „Adventure Lab“, verknüpft mit einem Geocache - bei einem 2 Kilometer langen Spaziergangs im Bereich des Deutsch-Wagramer Angerdorfs, die Geschichte rund um die Schlacht bei Wagram zu erfahren. Der Initiator des Projektes ist Gerhard Kaiser.
Beim neuen Cache Schlacht bei Wagram (https://coord.info/GC9EADX) vom einheimischen Cacher Limonias, spaziert man zu 5 Stationen und erfährt zum jeweiligen Ort passende historische Fakten.
Sobald man den Aktionsradius betreten hat, wird eine Frage gestellt, die vor Ort leicht zu lösen ist. 
Daraufhin erhält man eine der fehlenden Stellen der Koordinaten, die man zum Fund des finalen Dosenverstecks benötigt.

Am Weg liegen weiters zwei interessante KULTUR[er]LEBEN-Infotafeln, die das Angerdorf und den Rußbach mit historischen Fotos und Zeittafeln beschreiben. Bewusst wurden diese 5 Orte im alten Angerdorf von Deutsch-Wagram für das Adventure Lab gewählt, damit es ein Spaziergang-Adventure und keine Auto-Tour wird.

QR-Code zum Adventure Lab (bzw. zur App)
Wenn dann die App installiert ist,
nochmals scannen, um zur Schlacht bei Wagram zu gelangen!


QR-Code zum Listing (Geocache-Website) 
des Bonus-Geocaches.

Wir wünschen viel Erfolg!!                                     


01 September 2021

250. Geburtstag von Erzherzog Carl

Erzherzog Karl Ludwig Johann wurde am 5. September 1771 in Florenz als 3. Sohn des späteren Kaisers Leopold II. von Österreich und seiner Gemahlin Maria Luise, Infantin von Spanien, geboren. Karl stand in der Erbfolge hinter seinem älteren Bruder, dem späteren Kaiser Franz zurück.
Daher erfüllte Erzherzog Karls Vater Leopold II. kurz nach seiner Kaiserkrönung in Frankfurt am Main seiner Schwester der Generalstatthalterin der österreichischen Niederlande (Belgien), Erzherzogin Marie Christine, und deren Gatten dem Herzog Albert von Sachsen-Teschen, die Bitte, ihren Neffen Karl im November 1790 an Kindesstatt anzunehmen, und gab die förmliche Einwilligung zur Adoption
Schon in frühester Jugend widmete sich Erzherzog Karl mit Vorliebe den Wissenschaften. Nach einer strengen Erziehung und umfassenden Ausbildung in allen Geisteswissenschaften und nachdem er seinem Vater bei der Krönung zum böhmischen König in Prag am 20. September 1791 beigewohnt hatte, zog er nach den österreichischen Niederlanden, wo er bald darauf die militärische Laufbahn einschlagen sollte. 

Seine Pflegeeltern erwarteten den kaiserlichen Prinzen in dem damaligen Frauenstift Thorn und am 1. Oktober 1791 trat Erzherzog Karl in Brüssel ein, von der Bevölkerung freundlich begrüßt.
Er fand während seines zweijährigen Aufenthaltes in Brüssel, an Seite seiner Tante, der Generalstatthalterin Erzherzogin Marie Christine, Gelegenheit, in Politik und Verwaltung seinen Scharfblick zu üben.
Erzherzog Karl war von kleiner Statur, persönlich sehr tapfer und mutig. Seit seiner Jugend mit dauerhaften epileptischen Anfällen geplagt, welche ihn in seinen Entscheidungen als späteren Armeeführer auch beeinflussen konnten.
Als das Jahr 1792 heranbrach, begann man sich auf beiden Seiten für einen Waffengang zu rüsten.
Am 1. März 1792 ereilte des Erzherzogs Vater, Kaiser Leopold II. mitten in der Krise mit Frankreich plötzlich und unerwartet der Tod, und Karls Bruder, der erst 24jährige Erzherzog Franz, welcher stets für eine „aktive“ Politik gegen das revolutionäre Frankreich eingetreten war und auch in Paris als das eigentlich treibende Element der Kriegspartei galt, bestieg als Kaiser Franz II. den Thron.
Gewiss war es kein Zufall, dass nur wenige Wochen später die Katastrophe hereinbrach, die Karls Vater immer vermeiden wollte. Am 20. April 1792 erklärte König Ludwig XVI. unter dem Druck der Nationalversammlung seinem Neffen den Krieg und Erzherzog Karl war von Brüssel nach Wien gereist, um sich mit seinem nun kaiserlichen Bruder zu beraten.
Seine schwerkranke
Mutter verschied am 15. Mai 1792 und unmittelbar nach den Trauerfeierlichkeiten reiste Karl nach Brüssel ab. Er begab sich sofort in das Hauptquartier Herzog Alberts und bei einem Vorstoß seines Pflegevaters gegen die Festung Maubeuge an der Sambre kam es bei La Grisuelle zu einem für die Österreicher siegreichen Gefecht, in dem der 21jährige Erzherzog Karl die Feuertaufe empfing.
Er legte dabei „eine Ruhe und Kaltblütigkeit“ an den Tag, die den Herzog, wie dieser dem Kaiser meldete, „entzückten“.
1794 kehrte Karl nach Wien zurück, um Kriegswissenschaft zu studieren und bald begann seine große militärische Karriere .........